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Interview mit Katrin Lachermeier und Martin Tausendfreund.

Hallo Kati, hallo Martin, ein neues Team macht sich auf, die Damenmannschaft zu führen? Nachdem Kati ja schon ein Weilchen dabei ist, die erste Frage an den Martin: Deine erste Damenmannschaft bzw. wen hast Du bisher trainiert?


Martin: Ja und nein. Die erste Damenmannschaft ist es in dem Sinne, dass ich jetzt als Mannschaftstrainer agieren werde. Da ich die letzten zwei Jahre aber bereits als Torwarttrainer bei den Mädls tätig war, kenne ich die Mannschaft schon ein wenig.

Außer Torhüter habe ich bisher nur eine B-Jugend trainiert und das ist mittlerweile schon fünf bis sechs Jahre her. Ich freue mich daher sehr auf die neue Herausforderung.

 

Kati, bisher war mit Lena eine Frau Deine Trainerpartnerin. Wird jetzt mit einem Mann an Deiner Seite (oh mein Gott, hoffentlich wird das nicht falsch verstanden ;-)) alles anders?

 

Kati: Das wird sich zeigen. Wir haben beide die gleichen Vorstellungen, welche Art von Fußball wir sehen wollen und Martin ist ja schon ein Weilchen mit an Bord - denke das wird super funktionieren, auch wenn er keine hohen Schuhe trägt ;-) 

 

Im letzten Jahr Platz 6, diesmal mit vier Punkten weniger Platz 7. Ist das der Bereich, wo die Mannschaft hingehört?

 

Kati: In den letzten Jahren haben wir leider in der ersten Saisonhälfte zu viele Punkte liegen gelassen. Was möglich ist, wenn alle Spielerinnen fit sind und wir unser Potential abrufen können, hat man in den letzten Saisonspielen gesehen. Dann können wir mit den guten Teams mithalten. Wenn wir es schaffen gut aus den Startlöchern zu kommen, ist eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte im Bereich des Möglichen.

 

Wie bewertet Ihr die letzte Saison und was folgt daraus für Euch für die neue Saison?

 

Martin: Da wir das ausgegebene Saisonziel mit dem 7. Platz nicht erreicht haben, können wir nicht ganz zufrieden sein. Auch weil die Platzierung in den letzten drei Jahren Bezirksliga unser schlechtestes Ergebnis markiert. Zu oft haben wir im letzten Drittel noch ein gutes Ergebnis durch mangelnde Konzentration und fehlendes Selbstbewusstsein aus der Hand gegeben. Doch die Art und Weise wie sich die Mannschaft gegen Ende der Saison aus dem Tabellenkeller gezogen und wieder spielerische Akzente gesetzt hat, war schon sehr beeindruckend. Diesen Schwung wollen wir unbedingt in die neue Saison mitnehmen. Dafür werden wir verstärkt an unserer Fitness arbeiten. 

 

Gibt es Überlegungen, Dinge grundsätzlich zu verändern?

 

Martin: Wir werden definitiv weiter Fußball spielen. 

 

Kati: In der Vorbereitung werden wir aber schon die einen oder anderen Dinge ausprobieren.

 

Lange saht Ihr wie ein Absteiger aus. Was ist dann passiert?

 

Kati: Nach einer ausgesprochenen Siegprämie vor dem Saisonfinale ging's steil bergauf.

 

Martin: Das wollen wir diese Saison lieber vermeiden ;-)

 

Kati: Entscheidend für die Trendwende war vor allem unsere stark verbesserte Fitness. Nach dem Sieg gegen Weyarn (Anm. d. Red. 6:0) kam auch der Glaube an die eigene Stärke zurück. Mit dem notwendigen Selbstvertrauen im Gepäck und einer starken Energieleistung konnten wir dann das kurz darauf folgende Derby nach einem 0:2 Rückstand zur Halbzeit noch für uns entscheiden,wodurch letztendlich der ganz große Druck abfielMit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen war dann das Thema „Abstieg“ endgültig vom Tisch.

 

Eine der großen Stärken war immer der Zusammenhalt der Truppe. Geht das einfach so weiter, oder plant ihr bereits neue gemeinsame Erlebnisse für die neue Saison? Wenn es noch geheim ist, könnt Ihr auch mit Ja oder Nein antworten.

 

Kati: Auch in der kommenden Saison steht der Teamspirit natürlich wieder im Mittelpunkt - das ein oder andere Event werden wir sicher aus dem Hut zaubern. 

 

Habt Ihr Neuzugänge und wenn ja, auf welchen Positionen?

 

Martin: Wir freuen uns, dass mit Johanna Burghardt, Julia Dierl, Julia Witzel, Nicole Lavrov, Teresa Ostermeier (alle Scheyern) und Lucia Mahl (Gerolsbach) sechs Mädls aus der SG Scheyern/Gerolsbach den Schritt in die Damenmannschaft wagen. In erster Linie werden sie unsere Offensive verstärken, damit wir dort zukünftig flexibler aufgestellt sind. Wir werden ihnen aber auch die Zeit geben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Komplett unbekannt ist den Mädls die Mannschaft nicht, denn in der Rückrunde haben sie schon mehrere Trainingseinheiten bei uns absolviert. 

 

Wie schaut es mit dem eigenen Nachwuchs aus? Kommt da mittelfristig was nach?

 

Kati: Leider können wir nächste Saison keine Juniorinnen-Mannschaft stellen. Für die Mädls besteht jedoch erstmals die Möglichkeit bis zur A-Jugend bei den Jungs mitzuspielen, was sich sicherlich positiv auf deren fußballerische Entwicklung auswirken wird. Wir sind daher optimistisch, dass wir zukünftig weiter auf den eigenen Nachwuchs setzen können. 

 

Gibt es ein konkretes Ziel für die neue Saison?

 

Martin: Grundsätzlich wollen wir uns Jahr für Jahr verbessern. Da wir vergangene Saison in der unteren Tabellenhälfte gelandet sind, werden wir versuchen uns in der kommenden Spielzeit in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Entscheidend wird sein, wie wir in die Saison starten. Dafür wollen wir in der Vorbereitung den Grundstein legen. 

 

Kati, Martin, vielen Dank für dieses Interview. Beste Grüße an die Mannschaft und alles Gute für die neue Saison.